Börsenrausch & Machtspiele: Das «Boiling Frog Syndrome» und Chinas Dominanz
Shownotes
In dieser Folge erfährst du:
Inflationsfalle: Warum die Sorglosigkeit an der Börse trotz steigender Energiekosten gefährlich ist.
Swiss-Umbau: Warum die Lufthansa nun endgültig das Zepter in Zürich übernimmt und was das für die nationale Identität der Airline bedeutet.
Banken-Poker: Warum der Widerstand gegen die UniCredit-Übernahme der Commerzbank mehr mit Politik als mit Wirtschaft zu tun hat.
Machtwechsel im Osten: Wie China den Ukraine- und Nahost-Konflikt als Hebel gegen den Westen nutzt.
Trumps Strategie: Warum der US-Präsident im Wettbewerb der Grossmächte gegenüber Xi Jinping ins Hintertreffen geraten ist.
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00:00:00: Gleich geht's los mit dem Bilanz Briefing, präsentiert von Corner Trader.
00:00:04: Der digitalen All-in-One Banklösung für ihre Investments.
00:00:15: Der Mythos hat einen klingenden Fachterminus.
00:00:18: Beulink Frog Syndrome nennt sich die vermeintliche Erkenntnis dass ein Frosch in sich langsamer hitzenden Wasser so lange aushaht bis er stirbt.
00:00:28: das Problem?
00:00:29: sie stimmt nicht.
00:00:30: der Frosche springt bei steigender Erwärmung aus dem Topf.
00:00:35: Was in derzeitigen Börsenumfeld zu der Schicksalsfrage führt, springen auch die Anleger in diesen Tagen bald aus dem heiß laufenden Börsentopf oder warten sie auf den Exitus ihrer Investments – den großen Trash!
00:00:48: Den Temperaturanstieg liefert der Ölpreis.
00:00:51: Selbst bei einer Eröffnung der Straße von Hermos wird an den Normalisierung noch Monate dauern, waren den Experten einhellig.
00:00:59: Eine umfassende Minenohmung dauert lange Und bei keiner Seite der anderen Traut hat das Risiko von Kriegshandelung auch bei einem Waffenstellstand hoch.
00:01:08: In der Schweiz mögen wir uns sicher fühlen, dass.
00:01:11: selbst hierzulande hat sich die Inflation im April verdoppelt wenn auch von Nullkommar drei auf Nullkommer sechs Prozent noch wenig Schweiß treibend.
00:01:21: Die Eurozone liegt bei zwei Komma neun Prozent.
00:01:24: Das Problem?
00:01:25: Die Ölverteuerung wird sich die nächsten Wochen behaulich in die Zahlen vieler Produkte fressen.
00:01:32: Noch hält der große Dominator Trump mit seinem KI-Narrativ, Die Ewige bei The Dip Story aufrecht und solide Firmenbilanzen und sattes Gewindenwachstum stützen ihn – doch global bot ein Infektionsschock, der auch auf die Schweizer Wirtschaft drückt!
00:01:52: Wenn auch die Situation nicht direkt vergleichbar ist.
00:01:54: die Sorglosigkeit an der Inflationsfront erinnert an Corona.
00:02:00: Als Casino mit angehängter Kirche bezeichnet Altmeister Warren Buffett derzeit die Börse, es habe nie mehr Menschen in einer Gambling-Stimmung gegeben als jetzt betonte er unlenkst.
00:02:13: aber das heißt nicht dass investieren fürchterlich ist, fügt er ja hinzu.
00:02:18: Es heisst, dass Preise für eine schreckliche große Zahl an Dingen sehr albern aussehen werden.
00:02:26: Die zentrale Frage bleibt da, wann müssen Anleger aus den Börsenkessel springen um nicht als Albern darzustellen?
00:02:33: Wer eine Punktpognose wagt, autet sich als Amateur.
00:02:38: Gar nicht Albern sehen die Zahlen der Swiss-Aus.
00:02:41: Der Iran Krieg mit der Schließung der Drehkreuze in Dubai und Doha hat den Verkehr Im März so stark angeschoben, dass er sich im Vergleich zum Vorjahresquartal fast verzehnfachte und bei die Preissteigerungen auch auf die Inflationsrate einzahlten.
00:02:58: Die große Perle im Lufthansa-Konzern strahlt Rekord hell – da wirkt eine Personalie etwas kontraproduktiv.
00:03:05: Bei der Übernahme des Swiss durch den Lufthancer von mehr als zwei Jahrzehnten Oder als Signal schweizer Eigenständigkeit steht es ein Nicht-Luftfahrtmanager auf dem VHR Präsidentenposten, als Kühlerfigur installiert.
00:03:20: Erster Anwalt Rolf Jetzer.
00:03:21: dann der Notenbänker Bruno Gerek.
00:03:24: vor zehn Jahren der exdeutschen Börsechef Reto Franschoni.
00:03:28: Ob die Pflichten jemals über Ambassadoren Aufgaben hinaus gingen, ließ sich nie eruieren.
00:03:34: Die großen Entscheide vielen Städts in Frankfurt.
00:03:38: Aber immerhin der behagliche Posten war angesichts des Minipensums angenehm besäudelt, die Schätzungen gingen bei hunderttausend Franken im Jahr und vor allem es gab schöne erste Klasseflüge zum Bruchteil.
00:03:52: das regulären Preis ist – inklusive Ehefrau!
00:03:55: Jetzt geht Franschoni ersetzt wieder durch den früheren Swiss-Chef Dieter Franks heute Mitglied der Lufthansa Konzernleitung.
00:04:04: Erstmals kommt also ein interner zum Zug.
00:04:07: Die Swissness-Küderfigur wird in Frankfurt offenbar als nicht mehr notwendig erachtet, kann man kritisieren oder als neue Ehrlichkeit interpretieren – sei leer gespart, wahrer Machtverhältnisse klar
00:04:21: kommuniziert.".
00:04:23: Das Motto in diesem drückenden Zeiten keine Zeit für Verklore!
00:04:29: Und wo wir schon bei Übernahmen sind?
00:04:31: Da hat Oni Kredit ist also ein formales Übernahmeangebot für die Kommerzbank abgegeben.
00:04:37: Doch der angeblich solidiberale EU-Bindenmarkt, in dem die Deutschen mit der Swiss sogar einen Play aus einem Nicht-EU-Staatschluckten endet plötzlich da wo es um nationale Interessen geht.
00:04:49: Feindliches aggressives Vorgehen lehnen wir entschieden ab.
00:04:53: Wiederholt der deutsche Kanzler Merz stetig.
00:04:57: Dabei kennt er aus seinen langen Jahren bei BlackRock Die Regeln des globalen Kapitalismus, feindliche Übernahmen gibt es nur aus Sicht des Managements das um seine Jobs fürchtet.
00:05:09: Für die Aktionäre als Eigentumar gilt dagegen lediglich Stimmen Story und Preis oder nicht?
00:05:16: Gewiss!
00:05:17: Zum einjährigen Amtsjubiläum hat Merz mit seiner rekordtiven Zustimmungsrate größere Probleme Aber stets die Bankenunion in Sonntagsreden preisen, sie dann aber in der Praxis mit fadenscheinigen Argumenten blockieren und den linken Koalitionspartner SPD und die Gewerkschaft nicht zu vergretzen.
00:05:37: Das senkt die Glaubwürdigkeit weiter!
00:05:39: Hier legt das Drama des verhinderten Reformkanzlers.
00:05:44: Man nimmt ihm seine marktwirtschaftliche Gesinnung und seinen Erneuerungswillen ab – aber er ist so gefangen in dysfunktionaler Koalitionsstaatik, dass er bis zur Selbstverleugnung zu abenteuerlichen Argumenten greift.
00:05:58: Tragisch!
00:06:01: Um auch mit der großen Politik zu schließen – nächsten Donnerstag am schönen Auffahrtstag kommt es zum Besuch des US-Präsidenten bei seinem Gegenpart Xi.
00:06:11: Am besten bringt es das Economist-Cover von Anfang April auf den Punkt, auf dem der Chinesi den Amerikanern von hinten zufrieden beäugt.
00:06:21: Never interrupt your enemy when he's making a mistake", lautete die Titelzeile.
00:06:27: Hulselten hat ein chinesischer Präsident eine so groß Machtfülle gegenüber seinem US-Kollegen gehabt, de facto kann China dem Iran den Waffenstillstand diktieren wenn es das denn will.
00:06:40: Es nimmt dem Mueller-Staat gegen neunzig Prozent seiner Olymporte ab und hilft mit Schattenflotten die US-Sanktionen zu umgehen.
00:06:48: Peking ist der wahre Magaprofiteur.
00:06:51: Wenn es dem Iran wie dem anderen Schurkenstadt Russland die Daumenschrauben anzieht, wären beide Kriege sofort vorbei.
00:06:59: Gleichzeitig hat das volle Energiespeicher und die Versorgung bereits stark auf Erneuerbare umgestellt während die USA weitgehend erfolglos enorme Ressourcen verschießen.
00:07:11: Natürlich würde es nie zugeben aber die nüchtern.
00:07:13: ihre Realität lautet Trump fliegt als Bittsteller Nach Hila.
00:07:19: Herzliche Grüße, ihr Dirk Schütz!
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